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Warum Auswandern?

Bessere Arbeitsbedingungen im Ausland?

 

Warum auswandern? - Es gibt viele Gründe

 

Klima
Der Sommer ist kurz in Deutschland und viele möchten in ein wärmeres Land auswandern, in dem Heizungskosten unbekannt sind. Warum wollen so viele Menschen auswandern? Manchen Auswanderer reizt auch die majestätische Schönheit und Weite der skandinavischen Länder mit ihren zauberhaften Winterlandschaften und einem durch den Golfstrom bedingten milden Klima.
Nach dem Umzug in ein wärmeres Land berichten viele über Beschwerdefreiheit nach kurzer Zeit bei Krankheiten wie Rheuma, Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis u.a.m. - Auch ein gesünderes Klima ist oft der Grund zum Auswandern. Bei der Entscheidung für eine neue Heimat sollte man sich über das Klima gut Informieren.
Auch in Äquatornähe gibt es Länder mit einem ausgeglichenen Klima von 28-32 Grad Celsius über das ganze Jahr. Andere Länder wie z. Beisp. Spanien haben jedoch im Sommer oftmals Temperaturen von über 40 Grad.

 

Mentalität der Menschen
Fast alle Deutschen bemerken, dass die Menschen im Ausland freundlicher sind und werden dort automatisch selbst auch freundlicher. Zurück in Deutschland passt man sich jedoch sehr schnell wieder an. Wenn Sie an der Kasse einer Autobahntankstelle bezahlen, werden Sie vom Kassierer kaum ein Dankeschön hören und auf ein freundliches Lächeln wird auch verzichtet. Es fällt schon auf, wenn man an der Kasse eines Supermarktes von der Kassiererin mit einem freundlichen 'Hallo' und einem Lächern begrüßt wird, obwohl man selbst stumm wie ein Fisch war. Fortschrittliche Supermarktketten schulen ihre Kassierer(innen) entsprechend und möchten erreichen, dass der Kunde wiederkommt. Der Anfang ist gemacht!
Wir Deutschen sagen auch oft direkt, wenn uns etwas nicht passt. Manche vertreten ihren Standpunkt vehement bis zur Rechthaberei. Das kommt im Ausland schlecht an. Jeder Auswanderer sollte objektiv über sein Verhalten nachdenken und sich selbst kontrollieren.

 

Bürokratie
Mancher hat in Deutschland mit Behörden schlechte Erfahrungen gemacht und denkt, schlimmer als in Deutschland kann es nirgendwo sein. In den meisten Ländern ist tatsächlich vieles einfacher, aber Vorsicht, mancher Auswanderer stellt in seinem Traumland erstaunt fest, dass die Auswüchse in der Bürokratie noch schlimmer sind als Deutschland.

 

Politikverdrossenheit
Schon im Jahre 1992 wurde der Begriff 'Politikverdrossenheit' zum Wort des Jahres gewählt. Nicht eingehaltene Wahlversprechen, politische Skandale und ebenso die penetrante Diffamierung politischer Gegner haben das Vertrauen der Bevölkerung stark erschüttert. Im Wahlkampf werden Unsummen dafür ausgegeben, dem Wähler zweifelhafte Parolen und nichtssagende Statements durch ständige Wiederholung glaubhaft zu machen und die Kosten für diese Gehirnwäsche werden auch noch aus der Steuerkasse vergütet. Die Rethorik politischer Aussagen wird nur noch vom Wahlkampf bestimmt. Beispiel unsere Bundeskanzlerin am 29.06.09:"Lohnerhöhungen dürfen nicht beim Finanzamt landen" - Recht hat sie, aber was steckt dahinter? Versucht die Kanzlerin vielleicht, sich mit dem Wähler zu verbrüdern und stellt das Finanzamt ( wer mag schon das Finanzamt...) als gemeinsamen Gegner hin. Pikant dabei ist, dass Bundesfinanzminister Peer Steinbrück der SPD angehört und die Kanzlerin natürlich die Cheffin vom ganzen ist.
Vielleicht haben die Politiker auch noch nicht bemerkt, dass die Wähler mündiger geworden sind. Mancher, der sich vorher wenig für Politik interessiert hat, empfindet es heute als eine Schmach, als eine Unterschätzung seiner Intelligenz, wenn Politiker glauben, im sogenannten Wahlkampf schnell einen 'Goldenen Schuß' mit einem neuen Thema zu landen und mit Wahlgeschenken, Versprechungen und billigen Werbesprüchen von den bisherigen Misserfolgen und gebrochenen Wahlversprechen abzulenken. Auch das führt zu Heimatfrust und mancher sieht neue Hoffnung nur noch in einem anderen Land. Auch wenn es keine Garantie gibt, dass die politischen Verhältnisse im anderen Land besser sind, der Entschluss auszuwandern ist auch häufig ein Protest, eine Reaktion auf die eigene Machtlosigkeit, ein trotziges "Ihr könnt mich mal, ich hab die Schnauze voll!"

 

Manager
Auch etliche Manager, welche durch Fehlverhalten und Unvermögen in Verbindung mit maßloser Geldgier der Gruppe 'die da oben' hinzugerechnet werden, tragen zur allgemeinen Verdrossenheit bei. Man hört immer wieder, dass es nicht viel bringt, wenn man die Gehälter von Spitzenverdienern beschränkt. Was man aber selten erwähnt, ist der Symbolwert dieser Mißstände, dass Menschen auch für Unfähigkeit noch hohe Abfindungen und Ruhegeälter bekommen, während doch bei vielen nach Abzug hoher Nebenkosten der Lohn kaum für das Überleben reicht. Wir sitzen eben nicht alle im gleichen Boot, manche sitzen in einer Motoryacht und andere in einem morschen Kahn.
Nun ist das leider in anderen Ländern auch nicht viel besser, aber das Bewußtsein, dass wir in Deutschland in einem besonders gesegneten Land leben, ist dahin und es verstärkt sich bei vielen der drängende Wunsch: 'nichts wie weg'!

 

Arbeitslosigkeit
Mancher hat viele Jahre gearbeitet, seine Abgaben bezahlt und ist jetzt arbeitslos geworden, weil seine Firma zu den vieltausend Firmen gehörte, die aufgeben mussten. Wenn man dann auch noch über 40 Jahre alt ist, findet man in Deutschland so leicht keinen neuen Job und der soziale Abstieg ist meistens unabwendbar. Aber es gibt Länder, in denen man auch mit 50 noch einen Job finden kann und in denen man auf Fähigkeiten mehr Wert legt als auf Alter und Geschlecht. In solchen Fällen sollte die Frage nicht mehr lauten "Warum auswandern sondern "Warum hierbleiben?"

 

Alterssicherung
Ein junger Arbeitnehmer ist gezwungen, in eine Rentenversicherung einzuzahlen, obwohl jetzt schon klar ist, dass er später keine ausreichende Rente bekommen wird, denn seine Beiträge müssen die laufenden Rentenzahlungen finanzieren.
Gleichzeitig muss er auch noch für seine alten Tage sparen, eine Familie unterhalten und seinen Kindern eine gute Ausbildung finanzieren. Von seinen Beiträgen und Steuern müssen Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose und viele andere unterhalten werden. Unzufriedenheit entsteht auch, weil in unserem 'Sozialstaat' nur Arbeitnehmer bis zu einer bestimmten Gehaltsgrenze einzahlen müssen. Sozial würde sein, wenn jeder Deutsche (auch Millionäre und 'Besserverdienende' ) in die Rentenkasse einzahlen müssten. (Siehe Schweiz!)
Über 80.000 Jugendliche bleiben in jedem Jahr ohne Hauptschulabschluss und müssen praktisch in der Mehrzahl bis zum Lebensende versorgt werden.
Rentenexperten erwarten eine negative Rentenentwicklung, besonders für Menschen ab Geburtsjahrgang 1970. Immer mehr junge Menschen müssen voraussichtlich mehr einzahlen, als sie jemals heraus bekommen werden.

 

Steuerlast und Ungerechtigkeit
Eine OECD-Studie (Mai 2009) beweist: Deutsche Gering- und Durchschnittsverdiener tragen die höchste Steuer- und Abgabenlast in ganz Europa. Die Steuerlast in Deutschland ist so hoch wie in kaum einem anderen Industrieland. Die Abgabenlast liegt in Deutschland ebenfalls an der Spitze, wenn beide Ehepartner arbeiten. Es gibt noch viel zu beklagen im Deutschen Steuerrecht. Seit Jahrzehnten reden die Politiker vor jeder Wahl erneut von der fälligen Steuerreform aber ich glaube, dass dieses Dickicht von Sondervorschriften, Ausnahmen und Begünstigungen nie aufgeräumt werden wird.
Leider wird die Lage in Deutschland nicht besser, wenn immer mehr fähige Leute deswegen auswandern. Aber Skrupel deswegen haben?
Viele Firmen versuchen dem deutschen Fiskus durch eine Verlagerung ihres Firmensitzes ins Ausland zu entgehen. Reiche und Prominente wie die Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher (Schweiz), Ralf Schumacher (Österreich) und Ex-Fußball-Star ("Kaiser") Franz Beckenbauer (Österreich) , Radprofi Jan Ullrich (Schweiz), Boris Becker (Monaco) und viele andere haben ihren ihren Wohnsitz in eine ausländische Steueroase verlegt.
Gleichzeitig kassieren die meisten dieser Vorbilder aber Werbegelder deutscher Firmen in Millionenhöhe.
Doch das alles ist völlig legal und wir leben jetzt in einer Zeit mit dem Motto: "Jeder nimmt was er kann!"

Fragen wir uns also statt "Warum auswandern?" vielleicht doch besser "Warum denn nicht auswandern?"

 

Höhere Steuern für Reiche?

Man hört immer wieder, dass höhere Spitzensteuersätze zur Kapitalflucht führen und dadurch den Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten würden. Reiche sind heute Weltbürger und wenn es um ihr Geld geht, ist der Patriotismus schnell passé. Doch es sind inzwischen auch andere Gruppen, die mobiler geworden sind und schnell mal das Land wechseln können. Menschen mit gefragten Berufen und auch viele kleinere selbstständige Unternehmer verlassen das Land für eine bessere Zukunft. Viele Menschen, die von Hartz 4 leben müssen, nur eine geringe Rente beziehen oder auf Sozialleistungen angewiesen sind, werden im Lande bleiben. Diese Tatsachen lösen im Moment noch keinen Alarm aus, aber der Trend ist unverkennbar und die Folgen kann sich jeder ausmalen.

 

Staatsschulden

Die Schuldenlast steigt und steigt. Die Versprechen der Politiker erinnern an Alkoholiker, wenn diese sagen: "Heute ist noch mal eine wichtige Ausnahme, aber ab morgen ist mit der Trinkerei Schluss."

Wer glaubt noch, dass diese Schulden jemals abgetragen werden? Wenn das in Europa so weitergeht, könnte der Wert des Euro sinken und leider für viele Rentner im Ausland sehr nachteilig sein. Auch das muss man bedenken.

 

Das eigene Urteil
Es lohnt sich, eigene Gedanken zu entwickeln und seine Beurteilung nicht von den Einflüsterungen anderer abhängig zu machen. Es gehört oft Mut dazu, sich von der gängigen Meinung abzugrenzen und es ist auch besser, diese eigene Meinung nicht unbedingt bei Freunden und Bekannten zu vertreten. Wenn man dazu noch von Auswandern spricht, wird einem auch schnell unterstellt, Deutschland schlecht machen zu wollen. Auf die Frage "Warum und soll ich überhaupt auswandern?", ist eine Diskussion mit Freunden und Verwandten meistens wenig hilfreich.

 

Informationen kritisch wahrnehmen

Weniger Neuverschuldung?
Die folgende Zeitungsmeldung zeigt als Bespiel von vielen Fällen, wie ausgefeilt die Texte von Meldungen und politischen Aussagen oft sind, um den Wähler zu täuschen:

 

Weniger Neuverschuldung
Das Land xxx soll nach dem Willen der XYZ-Landtags-Fraktion im Jahr xxxx deutlich weniger neue Schulden machen als bislang geplant. Deshalb müsse in xxxx versucht werden, mehr Geld einzusparen. Nur so könne die Regierung des Landes das in ihrem Koalitionsvertrag verankerte Ziel erreichen, die Netto-Neuverschuldung bis spätestens 20010 auf Null zu reduzieren.

 

Was sagt uns dieser Text?
"Weniger Neuverschuldung" - Der flüchtige Leser erkennt diese Überschrift als positiv. Weniger Schulden, das ist immer gut.
In Zukunft sollen "deutlich weniger Schulden gemacht werden als geplant" - Leser soll denken: Richtig, weniger Schulden ist gut.
"... weniger als geplant" - Das bedeutet aber nicht weniger im Sinne von weniger als vorher, als im Vorjahr! Nein es bedeutet weniger als wir uns schon vorgenommen haben. Und dieses bisschen (weniger) kann aber immer noch eine ganze Menge mehr als im Vorjahr sein.
"Versuchen, mehr Geld einzusparen" - Leser soll denken: Sehr vernünftig, endlich mal ein Anfang. Sparen ist richtig.
Aber Vorsicht: Man will neue zusätzliche Schulden machen und bezeichnet das als Sparen?
"... mehr Geld einzusparen!" - Soll vermitteln: Wir wollen noch mehr Geld einsparen als wir ohnehin schon tun.
Und das eingesparte Geld will man vermehrt für Bildung und Familie, Wissenschaft und Forschung und lauter vernünftige Sachen ausgeben.
Da fragt man sich doch, wo ist denn das eingesparte Geld, ist das jetzt in der Kasse?
Wenn ich weniger Geld ausgebe als ich in der Kasse zur Verfügung habe, bleibt noch etwas drin, das ist richtig, aber wo finde ich das gesparte Geld, wenn ich nichts in der Kasse habe und weniger Schulden mache als geplant?
"Nettoneuverschuldung bis spätestens 20010 auf Null reduzieren!" - In dem Artikel stand tatsächlich '20010' und es sollte wohl 2010 heißen oder ist das gar ein 'Freudscher Versprecher?'

Diese Nachricht liegt nun schon etwas zurück, aber der Text ist zeitlos. Die Kunst solcher Texte besteht darin, dass man negative Tatsachen positiv verkauft, die Wahrheit verschweigt, aber nicht direkt lügt.

 

Wachstumsbeschleunigungsgesetz

Dieses Gesetz wurde im Dezember 2009 beschlossen und der Begriff soll das positive Gegengewicht zu der enormen Neuverschuldung bilden. Tatsache ist, dass die Wirtschaftsleistung um 5% geschrumpft ist und damit kein Wachstum vorhanden ist. Wie kann man etwas beschleunigen, was nicht existiert?

Ein anderes Kunstwort ist Schuldenbremse. Nachdem man immer wieder einen Abbau der Schulden angekündigt hat, waren diese Versprechungen in der Form nicht mehr anwendbar. Da hat man sich jetzt eine Schuldenbremse angeschafft. Schade, dass man diese gute Idee nicht schon mal früher verwirklicht hat. Aber nun ist die Gefahr ja bereinigt - oder?


Fazit: Wenn man sich von Nachrichtentexten nur 'berieseln' lässt, wird oft das Unterbewusstsein manipuliert, wir sehen die Dinge nicht so, wie sie wirklich sind und treffen falsche Entscheidungen.
Für viele mag das jetzt alles viel 'Bla-bla' sein, aber wenn man an der Entscheidung arbeitet, seine Heimat zu verlassen und einem neuen Land sein Vertrauen zu schenken, sollte man jeden Text, und dazu gehören auch die Beschreibungen von Traumländern im Internet, sehr genau beurteilen.
Eine schwerwiegende Entscheidung aufgrund ungenauer Einschätzungen zu treffen, ist wie auf Sand bauen. Auch diese Website kann nur dabei helfen, der richtigen Entscheidung vielleicht ein Stückchen näher zu kommen.

 

Untergangsstimmung oder Aufbruchstimmung
Von manchen Industriestaaten sagt man, dass sie ihre 'Zukunft' schon hinter sich haben. Wenn es abwärts geht, ist die Stimmung schlecht, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit nehmen zu und dass der nächste Aufschwung bevorsteht, glaubt auch nicht mehr jeder.
In anderen Ländern, die vor wenigen Jahren noch keine 'Zukunft' hatten, verbessern sich die Verhältnisse auf vielen Gebieten und es herrscht Aufbruchstimmung. Wenn ein Arbeiter statt 2 Euro nun 3 Euro am Tag verdient, ist das ein Fortschritt und die Hoffnung keimt, dass es eines Tages noch mehr sein könnte. Und einen weiteren Vorteil haben diese Länder: Die Leidensfähigkeit der Bevölkerung ist immens. Eine wirtschaftliche Situation, welche einen Europäer mutlos macht und verzweifeln lässt, ist für viele Asiaten, Afrikaner und Südamerikaner noch lange kein Grund zum Klagen. Diese Menschen sind mit wenig zufrieden und dabei oft glücklicher und fröhlicher als viele Einwohner in den westlichen Wirtschaftsparadiesen. In solchen Ländern entwickelt sich Aufbruchstimmung, jeder macht seine Arbeit mit mehr Energie und Freude und auch die Kinder in der Schule sind begierig, etwas zu lernen.

 

Auswandern nach Paraguay

 


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